28. Juni 1926: Le Havre - Cherbourg (357 Kilometer, 2163 Höhenmeter)
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Hier findet Ihr die Strecke bei Komoot und Google Maps zum Nachfahren oder näher anschauen:
Etappenbericht
Hello, bonjour und guten Tag! Der Start zur 6. Etappe erfolgte nachts um 2 Uhr am Quai Alexandre III in Cherbourg.
Wie schon auf den vergangenen Etappen nutzten die Fahrer die Stunden in der Nacht, um in Tritt zu kommen und die ersten Kilometer lediglich abzuspulen.
Doch diesmal schien das Einrollen etwas länger zu dauern. Vielleicht lag es auch an malerisch schönen Städtchen wie Coutances, Granville oder Dinan, dass es die Fahrer etwas ruhiger angehen ließen.
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Erst nach 290 km hinter Guingamp animierte sich das Rennen. Die Kopfgruppe verkleinerte sich, doch alle Favoriten waren aufmerksam.
Der Schweizer Henri Collé zeigte sein großes Kämpferherz, als er in den Wellen immer wieder abgehängt wurde und sich immer wieder herankämpfte.
Das Peloton wirkte in den Hügeln der Bretagne wie ein Akkordeon, das sich auseinanderzog und wieder zusammenkam. Das favorisierte Team Automoto war an der Spitze mit zehn Fahrern vertreten und sehr aktiv.
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So war es nicht verwunderlich, dass die Mannschaft ihren zweiten Etappensieg holte.
In Brest kamen 29 Fahrer zusammen an der Spitze im Velodrom Kerinou an. Wieder stoppte Tour-Direktor Desgrange das Rennen und ließ ein kurzes Sprintturnier austragen.
Zwar fuhr erneut Félix Sellier als Erster über den Zielstrich. Er wurde aber zurückgestuft, da er Joseph Van Dam im Sprint behindert hatte, der schließlich zum Sieger erklärt wurde.
Henri Collé
Mit einem Blick auf die Gesamtwertung zeigten sich keine Veränderungen.
Bemerkenswert ist, dass der Letztplatzierte Angelo Brumana bereits über 18 Stunden Rückstand aufwies. Ein Cartoon in der Zeitung zeigte ihn mit hochrotem Kopf als Anspielung auf die Rote Laterne. Dazu der Spruch: „Von Paris nach Evian ist es leichter gegangen!“
Zur Erinnerung: die Fahrer hatten sich in Paris getroffen, waren gemeinsam zum Bahnhof geradelt und mit dem Zug zum Grand Départ in Evian angereist.
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