28. Juni 1926: Le Havre - Cherbourg (357 Kilometer, 2163 Höhenmeter)
Klicken zum Vergrößern
Hier findet Ihr die Strecke bei Komoot und Google Maps zum Nachfahren oder näher anschauen:
Etappenbericht
Hello, bonjour und guten Tag zur 5. Etappe!
Der Startschuss wurde nachts um 2 Uhr in Le Havre gegeben. Der Nebel der Seine lag über der Stadt, als sich die verbliebenen 88 Fahrer auf den Weg machten. Wieder säumten viele Zuschauer die Strecke und hießen die Tour de France willkommen. Bis Rouen hatte sich im Rennen noch nicht viel getan. Am Anstieg von Moulineaux hatten die Zuschauer über 1000 Autos am Straßenrand geparkt.
Klicken zum Vergrößern
In Honfleur waren die Straßen mit Fischernetzen dekoriert. In der Region gab es viele italienische Fischer, die natürlich vor allem die Namen von Bottecchia, Aimo und Rossignoli riefen. Guy Bariffi war der nächste Fahrer, der mit einem Pferd kollidierte, wodurch sein Vorderrad kaputtging. Hinter Caen hatte der Mann im Gelben Trikot, Gustave Van Slembroeck, einen Defekt. Schnell bekam er Hilfe von seinen Teamkollegen.
Zu dritt setzten sie zu einer wilden, 25 km langen Aufholjagd an, der Tachometer im Auto zeigte in Bayeux satte 48 km/h an. In der Achterbahn des Département Manche verkleinerte sich das noch 60 Fahrer starke Feld zunehmend. Kurz vor Cherbourg verschärften Ottavio Bottecchia und Lucien Buysse das Tempo, sodass am Ende noch 19 Fahrer an der Spitze übrig waren, die Cherbourg durchquerten und das Velodrom von Equeurdreville im Westen der Stadt ansteuerten.
Im Velodrom wurde das Rennen neutralisiert, der Etappensieg wurde schließlich in einem kurzen Sprintturnier unter den Fahrern aus der Spitzengruppe ausgefahren. Aus heutiger Sicht sicher eher ungewöhnlich! Adelin Benoît hieß nach 357 km der Etappensieger, in der Gesamtwertung gab es erneut keinerlei Veränderungen.
Erstelle deine eigene Website mit Webador