Zeitsprung: 08-04-1926 | Zwischen Vermessung und Viehherden

Erster Bericht des Streckenprüfers der Tour de France 1926

Der Streckeninspektor war am 24. März mit seinem Auto von Paris aus gestartet. Am 8. April gab es den ersten Bericht von seiner Reise.

 

Aus Mulhouse schickte er die Nachricht, dass er alles Organisatorische zur 1. Etappe vor Ort regeln konnte.

  • Wo können die Fahrer im Juni in Evian übernachten?
  • Wo wird die Einschreibekontrolle sein?
  • Wo genau wird man den Startschuss geben?
  • Wer ist an den verschiedenen Orten für welche Aufgaben zuständig?
  • Wo werden unterwegs Verpflegungskontrollen eingerichtet?

Dazu gehörte auch die genaue Vermessung der Strecke und die Kalkulation des Zeitplans. Der Sonderbeauftrage notierte auch haarklein jede Gefahr, die auf der Strecke hinter Kurven und in engen Ortsdurchfahrten lauern könnten.

 

Für die 1. Etappe wies er insbesondere darauf hin, dass man sich in Acht nehmen müsse vor den wild umherlaufenden Tieren, im Speziellen vor Pferden, Maultieren, Eseln, Rindern, Kühen, Kälbern, Ziegen, Schafen, Schweinen, vor allem auf den Abfahrten!

 

Die Botschaft aus dem Jura-Gebirge dürfte bei der Pariser Leserschaft sicher für einige Erheiterung gesorgt haben.

Quelle: L’Auto, 6 avril 1926, Bibliothèque nationale de France (Gallica).