Etappe 16: Évian-les-Bains - Dijon
08.08.2027 | 303 Kilometer | 4280 Höhenmeter
Vom Mineralwasser zum Wein, von Evian in die Bourgogne. So unterschiedlich die Regionen sind, so unterschiedlich waren die Straßen, die auf der 16. Etappe nach Dijon zu befahren waren.
Die ersten 70 Kilometer waren identisch mit dem Beginn der 1. Etappe. Auf teils kleinen, hügeligen Straßen konnten wir den Morgen in der Nähe des Genfer Sees genießen.
Erst nach Überquerung der Rhône zweigte die Strecke nach Westen ab. Einige Ausläufer des Jura-Gebirges galt es für uns noch zu bezwingen. Kurz nachdem wir uns über den tiefblauen See von Nantua freuten, befuhren wir mit dem Col de Berthiand den letzten Bergpass der Tour-de-France-Strecke von 1926. Danach umkurvten wir die Schlucht des Ain-Flüsschens und gelangten schließlich bei Bourg-en-Bresse in eine weite Ebene, die bis hinüber zur Saône reicht. Jenen Nebenfluss der Rhône überquerten wir in Mâcon. Von dort ab ging es in Richtung Norden. Die Geschichte der Fahrt ist schnell erzählt. Auf einer Strecke von über 150 Kilometern kämpften wir uns auf großen, viel befahrenen Straßen durch die Mittagshitze gegen den Wind voran. Immerhin gab es am Ende ein wenig Abwechslung, als wir die Weinberge der Bourgogne erreichten. Im Ziel waren wir uns einig, dass wir derartige Etappen beinahe anstrengender finden als Bergetappen durch die Alpen oder Pyrenäen.
Eine weitere kurze Nacht steht uns bevor. Der Start der fast 350 Kilometer langen Schlussetappe nach Paris erfolgt zeitig.
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