Der ReRide1926 ist Geschichte. Vom 11. Juli bis zum 8. August sind wir die Originalstrecke der Tour de France 1926 im Originalrhythmus nachgefahren. 5745 Kilometer in 17 Etappen.
Wir waren uns nie ganz sicher, ob das Projekt tatsächlich von Anfang bis Ende funktionieren würde. Natürlich hatten wir uns im Rahmen unserer zeitlichen Möglichkeiten gut vorbereitet und nachgedacht über Probleme, die auftreten könnten. Doch was würde man tun, wenn unterwegs das Rad auseinanderfällt, schwere Unwetter aufziehen, man krank wird oder der Körper die extremen Belastungen einfach nicht mehr erträgt? Es hätte keine unmittelbare, zufriedenstellende Lösung gegeben.
So sind wir glücklich und sehr dankbar, dass wir die vier Wochen reibungslos über die Bühne bringen konnten. Keine Defekte, keine Stürze, keine großen körperlichen Beschwerden, keine Unwetter. Besser hätte es kaum laufen können.
Welche war die herausforderndste Etappe? Wir denken schnell an die 10. Etappe von Bayonne nach Bagnères-de-Luchon, die mit 326 Kilometern und 6300 Höhenmetern auf dem Papier sofort ins Auge sticht. Bei näherer Überlegung ist die Entscheidung aber gar nicht so einfach. Zu schwer waren jene Etappen mit über 400 Kilometern Länge, die mit den vielen Hügeln und dem Wind gleichfalls ihre Tücken hatten. Auch die stundenlangen Geraden im Flachland waren oft nur schwer zu ertragen. Bei Etappen im Hochgebirge kann man sich wenigstens der Ausblicke erfreuen und die Zeit geht schneller um. So geben wir letztlich zu Protokoll: Es gab aus unterschiedlichsten Gründen keine leichte Etappe. Wir sind jedes Mal ins Ziel gekommen und waren körperlich und mental ziemlich fertig.
Umso bedeutsamer war für uns daher der Zuspruch, den wir bekommen haben und der uns geradezu überwältigt hat. Zahlreiche Nachrichten haben uns jeden Tag erreicht, die wir jetzt erst einmal nach und nach beantworten müssen. Niemals hätten wir uns vorstellen können, dass ein Bericht über uns in der ARD ausgestrahlt wird und sogar ein Live-Interview mit uns geführt wird, dass wir auf Eurosport erwähnt werden oder dass im Main-Echo große Artikel über jede Etappe veröffentlicht werden.
Herzlichen Dank all jenen, die sich für unseren ReRide1926 und vor allem die Spendenaktion engagiert haben! Wir sind froh, dass wir zur BIKE AID Community gefunden haben, wo Martin Wolsdorfer sich über alle Maße für unser Projekt eingesetzt hat.
Jetzt hoffen wir auf einen schönen Spätsommer, der uns sicherlich noch viele schöne Radfahrten bescheren wird. Ihr werdet sicher weiterhin von uns hören!
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